AID* informiert: Zwei Studien aus Skandinavien kamen zum selben Ergebnis: Probiotika schützen Kleinkinder vor allergisch bedingten Hauterkrankungen
Für beide Studien, in Helsinki und in Schweden, wurden Familien ausgewählt, in denen mindestens ein Elternteil unter einer Allergie litt. Die werdenden Mütter erhielten jeweils etwa 2 bis 4 Wochen vor der Geburt täglich ein probiotisches Präparat (Lacobazillus Reuteri Protectis) oder ein Placebo (Kontrollgruppe). Nach der Geburt wurde den allergiegefährdeten Säuglingen das gleiche Präparat verabreicht, in Finnland für 6 Monate, in Schweden für 12 Monate.
Die Kinder wurden bis zum Ende ihres 2. Lebensjahrs begleitet. Die finnischen Wissenschaftler beobachteten nach der Gabe von Probiotika einen leichten Rückgang aller allergischen Erkrankungen. Beide Forschergruppen stellten bei den 2jährigen Kleinkindern seltener das Ekzem fest. In Schweden wurde zudem eine verminderte Empfindlichkeit gegen Allergene aus der Nahrung beobachtet. Die Forscher vermuten, dass probiotische Bakterien während der Reifung des Immunsystems regulierend auf die genetische Prädisposition für Allergien wirken.
Anmerkung der Redaktion: Der verwendete Keim Lacobazillus Reuteri Protectis wird auch den probiotischen Milchnahrungen und HA-Nahrungen der Marke HiPP zugesetzt.
Quellen:
Journal of Allergy und Clinical Immunology Bd. 119, S. 192-198 und S. 1174-1180, 2007.
* AID = Allgemeiner Informationsdienst Verbraucherschutz - Ernährung - Landwirtschaft e.V., Bonn