Probiotik
Probiotika sind Mikroorganismen, die oral gegeben werden, um die Gesundheit des Wirts zu verbessern. Ihre Effekte werden zunehmend wissenschaftlich belegt. Eine wichtige Rolle können sie in der Ernährung nicht gestillter Kinder spielen.
Gleich zwei Studien aus Skandinavien kamen zum selben Ergebnis: Probiotika können im Säuglingsalter vor Ekzemen schützen, die über das Immunsystem durch so genannte IgE-Antikörper vermittelt werden.
Säuglinge werden bereits während des Stillens mit Probiotika aus der Muttermilch versorgt. Insbesondere Lactobacillen, wie der Lactobacillus reuteri, balancieren somit frühzeitig die kindliche Darmflora.
Die natürliche Milchsäurekultur Lactobacillus reuteri Protectis erfüllt alle Anforderungen, die an ein Probiotikum gestellt werden. Seine positiven Effekte in der Prophylaxe und Therapie von Erkrankungen ließen sich in klinischen Studien bestätigen.
Durchfallerkrankungen sind bei Kindern weit verbreitet und für Säuglinge potentiell lebensbedrohlich. Da sie die Darmflora verändern, eignen sich Probiotika womöglich für Prävention und Therapie. Studien belegen die Wirksamkeit von L. reuteri.
Kinder, die in Krippen betreut werden, leiden häufiger unter Infektionen des Gastrointestinal- und Respirationstraktes.
Dass sich Probiotika positiv auf das Immunsystems auswirken, konnte bereits in zahlreichen Studien belegt werden. Das Team um Zvi Weizman führte hierzu nochmals eine klinische Studie durch.
Die spezifische Beeinflussung der Darmflora durch Lactobacillus reuteri bei Säuglingen mit infantiler Kolik kann im Vergleich zur Therapie mit Simethicon die Schreidauer signifikant reduzieren. Können Eltern aufatmen?
Die Häufigkeit atopischer Erkrankungen nimmt in Industrieländern dramatisch zu. Nach den Resultaten klinischer Studien können Probiotika womöglich einen Schutz bieten - am besten gezeigt wurde dies in vorerst für einzelne Laktobazillus-Stämme.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Zahn-Karies die häufigste Krankheit des Menschen. Zu einer Optimierung des Karies-Schutzes könnte der regelmäßige Konsum von Milchprodukten beitragen, die mit probiotischen Laktobazillen angereichert sind
Die Darmflora hat einen wesentlichen Einfluss auf das Immunsystem. Da sie sich durch Probiotika positiv beeinflussen lässt, können diese womöglich auch das Immunsystem modulieren: L. reuteri steigert beispielsweise im Menschen die CD4-Zellzahl.
Probiotika
auf einen Blick
Zur Wirkung von Probiotika gibt es inzwischen seriöse Grundlagenforschung und klinische Studien
Lactobazillus-Spezies, die natürlich im Darm vorkommen, haben probiotische Effekte - diese sind gerade auch für Lactobacillus reuteri breit abgesichert
Die probiotischen Mikroorganismen wirken gesundheitsfördernd, unter anderem weil sie pathogene Keime verdrängen
Da Kleinkinder Lactobazillen über das Stillen erhalten, profitieren nicht gestillte Kinder womöglich davon, wenn auch Ersatzmilch Lactobazillen enthält